| Politik TDoR 2019

Opfern transphober Gewalt gedenken

Stop violence against women. Woman with mouth closed with patch and hands that says stop violence
Transphobie tötet (© michelangeloop – stock.adobe.com)

Im November 1998 wurde in den USA die afro-amerikanische Transfrau Rita Hester ermordet. Am darauffolgenden Freitag versammelten sich über 250 Menschen, um ihrer Trauer und Wut über den Mord Ausdruck zu geben. Seitdem findet der Transgender Day of Remembrance jährlich am 20. November statt.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) gedenkt am Transgender Day of Remembrance all jener, die weltweit Opfer transfeindlicher Gewalt wurden. Auch in Deutschland gehören massive Diskriminierung bis hin zu Gewalt und Pathologisierung zum Alltag von transgeschlechtlichen Menschen.

Erschreckenderweise ist Gewalt gegen transgeschlechtliche Menschen kein relevantes Thema für die Innenministerien in Bund und Ländern. So wird Hasskriminalität gegen transgeschlechtliche Personen noch nicht einmal gesondert erfasst. Der LSVD fordert daher eine Reform der polizeilichen Erfassungssysteme, damit Hasskriminalität detailliert aufgeschlüsselt und in ihren realen Ausmaßen gesellschaftlich sichtbar wird. Erforderlich ist zudem ein Bund-Länder-Programm gegen Gewalt gegen Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen (LSBTI).

Liste der Todesopfer von transphober Gewalt (Stand 2019)
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Kundgebungen im Freistaat

An zwei bayerischen Kundgebungen beteiligt sich der LSVD Bayern in diesem Jahr. In Nürnberg geht es 18.45 Uhr am Magnus-Hirschfeld-Platz los, in München treffen wir uns 18 Uhr am Karl-Stützel-Platz zu einem Trauermarsch durch die Stadt.

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